Memory- Effekt
Als Memory- Effekt wird landläufig der Kapazitätsverlust im Laufe des Akkulebens angenommen. Das eigentliche Memory- Verhalten wurde bei NiCd- Akkus, welche in Satelliten eingesetzt wurden, festgestellt. Durch die gleichmäßige Ladung während der Erdumrundung im Sonnenbereich und der ebenfalls gleichmäßigen Stromentnahme im Nachtbereich wurden die Akkuzellen konstant von einem bestimmten Entladeniveau vollgeladen. Der Rest der Zellenkapazität wurde praktisch nie genutzt, da der Ladevorgang, durch die Erdumrundungszeit bestimmt, bereits weit vor der völligen Entleerung gestartet wurde. Durch den immer wieder über die bereits vorgeladenen Teile der Elektroden fließenden Ladestrom bilden sich Kristalle an den Separatoren, welche sich nicht zurückbilden können, da die Zelle ja nicht tiefer entladen wird.
Einen ähnlichen Zustand haben wir bei Funkgeräten, welche in Ladehalterungen eingeschaltet verbleiben. Wenn die Entladung kompensiert wird, scheint der Akku zwar randvoll, durch den Memory- Effekt wird es aber irgendwann passieren, dass das Funkgerät zwar gut empfängt, aber beim Senden eine Leermeldung ausgibt, weil die Akkuspannung zusammenbricht.
Durch entsprechendes Lade/ Entladeverhalten ist dieser Memory- Effekt nicht unbedingt der Grund für das Versagen von Akkuzellen. Die meisten Akkuzellen sterben nicht durch Alterung, sondern durch falsches Laden, (Überladung, Tiefentladen) sowie Wärme, (Austrocknung, Korrosion der Elektroden usw.) und andere, unsachgemäße Behandlung sowie fehlende Wartung.








