Für alle Akkus der KENWOOD Handfunkgeräte TK260/360, TK261, TK270/370, TK280/380, TK290, TK3101
KVC-19 für alle Akkus der Kenwood Handfunkgeräte TK-2202 / TK-3201 / TK-3202
MCX-31 für alle  Akkus (NiCd/NiMh) der Handfunkgeräte ICOM F30 / F31
MTX209  für alle Akkus des Handfunkgerätes Plettac MT209
KVC-14 für alle Akkus der Kenwood Handfunkgeräte TK-2140 / TK-3140
GPX-professional für alle Akkus der Motorola Handfunkgeräte GP320 bis GP1280, HT750 bis HT1550

Wartung von Akkus

Die Betriebsdauer kann bei tragbaren Geräten nicht unbedingt mit der Größe des Akkus und seiner Kapazität in Verbindung gebracht werden. Je nach der Art des Gebrauchs, der Alterung - und bei Nickel- Akkus durch Wartungsmangel - nimmt die Kapazität allmählich ab.

NiCd- und NiMH- Akkus verlieren ihre Kapazität u. a. durch Kristallbildung an den Separatoren (Memory- Effekt). Diese erhöhen den inneren Widerstand (Impedanz). Bei in Reihe geschalteten Zellen trägt das z. B. dazu bei, dass diese Zelle ihre volle Kapazität nicht aufnehmen kann, da die gesunden Zellen bereits vorher die Vollmeldung durch Delta -U, bzw. Temperaturanstieg abgeben und die Ladung unterbrochen wird. Bei nachfolgenden Ladezyklen wird diese Zelle immer weniger geladen. Gleichzeitig steigt die Selbstentladerate dieser Zelle stark an. Durch die erhöhte Impedanz fällt eine höhere Spannung bei größerem Entladestrom an der Zelle ab. Der Akku ist nur kurze Zeit im Einsatz und ein Funkgerät signalisiert meist beim Senden einen leeren Akku.

Wichtig für die Anwendung in der Praxis ist, dass dieser Kapazitätsverlust von NiCd- und NiMH- Zellen in vielen Fällen durch kontrolliertes Tiefentladen wieder behoben werden kann. Dazu wird der Akku mit 1C = Akkukapazität/h auf ca.1V/ Zelle entladen, danach mit wesentlich niedrigerem Entladestrom (wenige 10mA) auf 0,4 bis 0,5V/ Zelle. Durch die Entnahme der Restenergie aus dem Akku geschieht in den Zellen eine Rekonditionierung der ursprünglichen chemischen Struktur (siehe Memory- Effekt). Ältere Akkus können allerdings bereits so stark geschädigt sein (Korrosion, Kristallisation), dass eine Rekonditionierung nichts mehr nutzt. Eine Wartung der Akkus mit entsprechender Entladung/ Ladung (in z.B. monatl. Rhythmus) erhöht die Lebenserwartung beträchtlicht. Die Kenntnis über den Zustand eines Akkus ist enorm wichtig, um zu verhindern, dass im Notfall ein 'leerer Akku' ins Feuer läuft.  

Die Meinung, Akkus müssten vor dem Laden prinzipiell entladen werden (zur Vermeidung des Memory- Effektes), ist nicht ganz richtig. Eine Entladung vor dem Laden sollte als Wartungsarbeit einmal im Monat durchgeführt werden.
 Ein einfacher Adressaufkleber auf der Innenseite des Akkus dient als Archiv für die Wartungsintervalle. Hier kann u. a. die Ladezeit von ganz leer bis voll festgehalten werden: ein 1.500mAh- Akku kann bei ca. 800mA Ladestrom nicht in einer Stunde voll geladen sein. Leere Akkus, die schnell wieder voll geladen sind, sollten näher untersucht werden.

K-tronic - KFZ- Ladehalterungen schalten nach dem Laden die Ladung erst wieder ein, wenn die Akkuspannung auf einen bestimmten Wert gesunken ist. Der Akku wird durch das Funkgerät entladen und bei Unterschreiten des Wertes nachgeladen. Wird das Funkgerät entnommen, wenn dieser Einschaltwert gerade noch nicht unterschritten wurde, steht bei einem alten Akku, wie im oberen Fall, nicht mehr viel Energie zum Senden zur Verfügung. Trotzdem kann, wenn auf der Fahrt zum Einsatzort der Akku kurz aus der KFZ- Ladehalterung gezogen und wieder eingesteckt wird, die Zeit genutzt werden, um den memoryfreien Bereich des Akkus zu laden und zu nutzen. Eine Pufferung mit ca. 100mA ist im Prinzip eine Dauerladung und führt meist mehr Energie in den Akku als dieser durch Selbstentladung verliert. Solche Akkus können nach kurzer Zeit geschädigt sein und innerhalb eines Jahres unbrauchbar sein (Dendritenbildung, Kristallisation durch den Separator).
Sollte jedoch eine regelmäßige Akkuwartung und Pflege stattfinden, dürfte das Thema Memory- Effekt keine große Rolle spielen, da defekte Akkus rechtzeitig ausgesondert werden können.

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